Rechtsgrundlage Pravilnik NN 52/25 Art. 45 und 53; Art. 53(7) geändert durch NN 40/26 Art. 6 (in Kraft seit 25.04.2026); Empfehlungen der Parkverwaltungen Mljet und Lastovo.
Wo Ankern verboten ist
Art. 53(9) verbietet das Ankern:
- wo Seekarten und amtliche Publikationen ein Ankerverbot zeigen;
- wo das Hafenamt das Ankern verboten oder beschränkt hat (auch nach Bootslänge);
- über Unterwasserkabeln, Rohrleitungen und Abwasserausläufen — der Schwojkreis darf zu keinem Zeitpunkt darüber liegen;
- wenn der Schwojkreis näher als 50 m an die Absperrung eines uređeno kupalište (eingerichtetes Strandbad) reicht;
- näher als 150 m an der Küste eines prirodno kupalište (Naturstrand).
Die 150-m-Regel ist die, die Urlauber am häufigsten übersehen: Am kleinen Kiesstrand ohne Bojen, an dem ein paar Leute baden, ankern Sie nicht direkt vor der Badestelle, sondern weiter draußen.
WARNUNG — Schwojkreis mitdenken Bei 5 m Tiefe und 20 m Kette dreht ein kleines Boot in einem Kreis von gut 40 m Durchmesser um den Anker. Messen Sie die 50 m zur Bojenlinie vom äußersten Punkt dieses Kreises, nicht vom Anker.
Landleinen und Anlegen mit Heckleine
In vielen Buchten legt man mit Heckleine zum Felsen an. Die Regeln dazu:
- Kein Teil des Bootes oder seiner Leinen darf 70 m oder mehr von der Küste entfernt sein; gemessen wird vom Bug oder Heck bis zu dem Punkt, an dem Kette oder Leine ins Wasser geht (Art. 53(7) in der Fassung von NN 40/26; vorher 50 m).
- Leinen dürfen keine Vegetation beschädigen — also nicht um Kiefern oder Büsche legen (Art. 53(8)). Nutzen Sie Felsen oder vorhandene Ringe.
- Leinen und Ankerketten müssen gekennzeichnet sein und dürfen andere nicht behindern (Art. 53(6)).
- Kein Festmachen an der Küste innerhalb eines Strandbades, egal ob eingerichtet oder natürlich, und nicht dort, wo Kabel oder Leitungen ins Meer gehen (Art. 53(10)).
Arten von Ankerplätzen
Das Gesetz unterscheidet (Art. 45): lučko sidrište (Hafenankerplatz, in der Karte), nautičko sidrište (Bojenfeld unter Konzession, gebührenpflichtig), zaštićeno prirodno sidrište (geschützter natürlicher Ankerplatz, in der Karte) und nezaštićeno prirodno sidrište (ungeschützt, nur bei gutem Wetter). An Bojenfeldern zahlen Sie den Betreiber; an natürlichen Ankerplätzen außerhalb von Parks gibt es keine Ankergebühr.
Seegras
Ein landesweites Ankerverbot auf Seegras (posidonija) haben wir nicht gefunden. Die Parks verlangen aber Rücksicht: Mljet empfiehlt, auf hellem Sandgrund zu ankern und eine Kette von mindestens 3× der Wassertiefe zu stecken, bis 20 m Tiefe 4–6×. Lastovo hat Bojen gerade deshalb ausgelegt, um „wildes Ankern auf Posidonia" zu verhindern. Seegraswiesen erkennen Sie als dunkle Flecken auf dem Grund.
TIPP — Anker testen Fahren Sie nach dem Fallenlassen langsam rückwärts, bis die Kette steif ist. Rutscht der Anker, holen Sie ihn auf und versuchen es woanders. Ein Mietboot treibt bei auffrischendem Maestral am Nachmittag schnell auf Felsen.
VORSICHT — Mietboot nicht über Nacht ankern lassen Tagesmietboote müssen in der Regel abends zurück; ein Übernachten vor Anker ist meist vertraglich ausgeschlossen. Lesen Sie den Vertrag.